Veröffentlichungen von INGUS



Die Erschöpfung des Don Quichotte

oder Paradigmenwechsel in der Betrieblichen Suchtarbeit


Die Erschöpfung des Don Quichotte

Suchtarbeit - ein Kampf gegen Windmühlenflügel?

Das Unternehmen als ideeler Gesamtalkoholiker

Die Dulcinea der betrieblichen Suchtarbeit

Krieg der Welten

Versöhnung statt Kapitulation

Erschöpfung - das Ende in der Suchtarbeit

Annäherung statt Abgrenzung

Professionalisierung der Suchthilfe

Die Verschmelzung von Ideologie und Praxis

Auf dem Weg zur gnadenlosen Anpassung...

...geht die fachliche Identität verloren

Warum nur, warum?

Gesundheitsförderung - Schlagwort und sinnvolle Erweiterung

Ach ja, und wie endet nun die Geschichte von Don Quichotte?




Der folgende Artikel ist ein - zugegebenermaßen - eigenwilliger Versuch aktuelle, tiefgreifende Veränderungen und Neuorientierung der (betrieblichen) Suchtarbeit zu erläutern und in einen Zusammenhang mit den ungewöhnlichen Vorlieben ihrer Träger für den klassischen Protagonisten einer elementaren Wahrnehmungsstörung zu stellen. /1

Wer meint, in seinem Beruf hauptsächlich gegen Abwehr und Widerstand seiner Mitmenschen kämpfen zu müssen, hat es schwer. Dann ist es am besten, man sucht sich einen neuen Job, wenn man sich nicht gesundheitlich ruinieren will. Vermutlich würde jeder vernünftige Mensch früher oder später so handeln.

Offenbar gibt es aber auch Kollegen/innen, die meinen sich dauerhaft und berufsmäßig am tatsächlichen oder vermeintlichen Widerstand ihrer Kunden abarbeiten zu müssen. Das berühmteste Vorbild für eine derartige Berufsauffassung kennen wir alle, es ist Don Quichotte. Der hat die Widerstandsbekämpfung nicht nur zu einer Berufung, sondern gleich zu seinem Beruf gemacht. Selbst Windmühlenflügel erklärte der edle Ritter kurzerhand zu Gegnern, die bekämpft werden müssten.

Nun verfolgt eine Mühle in der Regel keinerlei kriegerische Absichten, sondern macht das was man von ihr erwartet, nämlich Korn mahlen. Ein Abwehrverhalten, das man irgendwie bekämpfen oder gar brechen müßte, existiert real nicht . /2 Offenbar kam es Don Quichotte auch gar nicht auf den realen Erfolg seiner Auseinandersetzungen an, sondern nur auf den Kampf an sich.

Je mehr er kämpfen (mußte), um so wichtiger schien ihm sein Auftrag, im Namen der edlen Dame, seiner verehrten Dulcinea von Toboso zu streiten. Gemäß eines vom Männlichkeitswahn angestachelten Ehrgefühls und nach dem Motto „Viel Feind, viel Ehr“ fühlte sich Don Quichotte mit jedem weiteren Scheingefecht aufgewertet und persönlich bedeutsamer. Mit dieser Methode konnte er selbst eine Welt von „lauter Gegnern“, nicht nur aushalten, sondern sogar recht gut überleben. Er machte sich selbst und sein Bedürfnis nach Grandiosität einfach zum Definitionsmittelpunkt seiner eigenen Welt.

Überdies besaß er einen treuen Helfer, der ihn auf allen seinen Abenteuern begleitete und „ideologisch“ unterstützte. Sancho Pansa war zwar dumm, aber vielleicht reizte ihn gerade deshalb die Aussicht Gouverneur, also Politiker, in einer eroberten Provinz zu werden; überdies trank er gerne, was seinen Realitätssinn möglicherweise einseitig beeinflußte. Es wäre nicht das erste Mal, daß der Alkohol die Welt in einem anderen Licht erscheinen läßt.

Warum diese Geschichte?


Suchtarbeit - ein Kampf gegen Windmühlenflügel?

Weil es in der (betrieblichen) Suchtarbeit offenbar eine große Zahl von Anhängern des Don Quichotte gab; Spötter würden behaupten immer noch gibt. Die traditionelle Suchtarbeit definiert Auftrag und Handeln seit ihren Anfängen über den Kontrollverlust der Betroffenen und damit über deren Unfähigkeit eigenverantwortlich handeln zu können. Diese, als sog. „Suchtkranke“ definierte Zielgruppe, also z.B. Menschen mit Alkoholproblemen, können deshalb nur über den Druck ihrer Umwelt und durch die lebensgefährliche Dramatik ihrer eigenen Suchtkarriere zur Abkehr ihres zerstörerischen Handeln bewegt werden.

Um zu verstehen, daß Druck als Mittel zur Verhaltensänderung bei den meisten Menschen wenig Freunde findet, stattdessen überwiegend Abwehr und Widerstand erzeugt, muß man kein Psychologiestudium absolviert haben. Auch die individuelle Erfahrung von Selbsthilfegruppen, wie z.B. die der Anonymen Alkoholikern, entspricht dieser Erkenntnis . /3 Die Zahl derer, die ihr Trinkverhalten radikal ändern und dauerhaft abstinent leben, ist darum auch klein gegenüber der großen Gruppe von Menschen mit Alkoholproblemen. Dennoch wird diese schmale, individuelle Erfahrung zur allgemeingültigen Theorie erhobenen. Sie gerinnt zu einem überheblichen Menschenbild und einem systematisch strategischen Handeln für alle, die ein problematisches Trinkverhalten haben.

Kein Wunder, daß die Menschen, die von Berufs wegen oder aus Berufung in der Suchtarbeit tätig sind, sich permanent mit solchem Widerstandsverhalten herum schlagen müssen.

Ob dieser Widerstand aber unvermeidlich ist oder vielleicht nur die Folge eines eindimensionalen Menschenbildes, quasi eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, war nie Gegenstand beruflicher Reflexion. Abwehr und Widerstand gehörten einfach zu dem Phänomenen Sucht dazu, wurde behauptet. Dabei berief man sich auf die Erfahrungen einer kleinen Gruppe von Abhängigen, die sich erst durch die Kapitulation vor dem machtvollen Gegner Alkohol aus ihrer Abhängigkeit befreien konnten. Unter dem Banner der totalen Abstinenz versammelte sich die siegreiche Truppe der Nüchternen, die unbeirrt ihre Schlachten schlägt und nur Überläufer oder Tote kennt. Versuche andere Formen des Umgang mit dem Problem Abhängigkeit zu entwickeln und umzusetzen wurden als Sabotage gebrandmarkt und abgelehnt . /4


So haben sich die Suchtarbeiter eben einrichtet mit dem Widerstand. Und im isolierten Umgang mit dem einzelnen Betroffenen läßt es sich sogar recht gut auskommen: wer sich als Süchtiger nicht dem Abstinenzparadigma unterwirft, wird als „Einer-der-noch-nicht-so-weit-ist“ definiert und seinem „Realitätsverlust“ überlassen. Mit der endgültigen Vorhersage „wer nicht am Suff krepieren will, kommt schon irgendwann wieder“, schart der widerstanderprobte Prognostiker schließlich nur die Schäfchen um sich, die zur Abstinenz bereit sind. Mit dieser Statusdefinition, die einer gezielten Vorauswahl gleichkommt, sind dann auch Erfolge zu erzielen.

Wenn kümmert`s, wenn es sich dabei nur um einen Bruchteil der Menschen handelt, die massive Alkoholprobleme haben und wenn eine Vielzahl von Rückfällen dieses Grüppchen immer weiter zusammen schrumpfen läßt. Schließlich hat man so immer eine passende Erklärung für berufliche Mißerfolge parat. Unser Mißerfolg hat einen Namen und der heißt Rückfall. Doch nicht wir werden rückfällig, sondern die Suchtkranken. Sie liefern den Beweis für die Richtigkeit unserer Forderung nach Abstinenz.

Ich muß zugeben, daß auch ich diese Berufsauffassung, diesen „Don-Quichottismus“ nicht unattraktiv fand. Zumal mir, wie übrigens vielen Menschen, eine gehörige Portion Beharrungsvermögen, vielleicht sollte ich besser sagen Dogmatismus, zu eigen ist.


Das Unternehmen als ideeler Gesamtalkoholiker

Mit meinem Eintritt in das System Betrieb verschärfte sich der Widerspruch zwischen meinen Vorstellungen und der betrieblichen Realität allerdings deutlich. Denn in einem Unternehmen haben wir es nicht nur mit scheinbar verstockten suchtgefährdeten oder -kranken Mitarbeitern zu tun, sondern zusätzlich mit einer viel größeren Zahl von Beschäftigten, die mit Suchtproblemen am Arbeitsplatz überhaupt nichts zu tun haben wollen. Mit Kolleginnen und Kollegen, die in unseren Augen Betroffene decken, das Problem verdrängen, verharmlosen, oder gar vertuschen. Und die sich unseren guten Ratschlägen und wohlgemeinten Tipps konsequent versuchen zu entziehen.

Überdies gibt es eine große Anzahl von Beschäftigten, die sich trotz ihres starken Alkoholkonsumes nicht für suchtgefährdet halten. Und die, angesichts apokalyptischer Prognosen über ihre „Säuferkarriere“ keinerlei Neigung verspüren sich einem Hilfsangebot zuzuwenden, daß die Allwissenheit für sich gepachtet hat.

Mit einem Mal schien sich die Front unserer vermeintlichen Gegner zu vervielfachen. Wir hatten es nicht nur mit den Leimruten vermeintlich gerissener Klienten zu tun, sondern mit einem komplexen System von Ignoranz, Abwehr und unterschiedlichsten Formen des Widerstandes. Das naheliegende wäre ja, sich zu überlegen, ob dieser Widerstand nicht zu verhindern wäre. Diese Überlegung ginge davon aus, daß Widerstand bei der Veränderung von Verhalten nicht immer förderlich ist und darum alternative Wege für die Lösung von Alkoholproblemen zu suchen sind.

Dem entspräche, daß man bei genauerer Betrachtung der großen Gruppe von Beschäftigten mit problematischem Alkoholkonsum erhebliche Unterschiede im Konsumverhalten, bei der Trinkmenge und den Trinkmotive feststellen kann. Für diese unterschiedlichen Gruppen sollten womöglich individuelle Angebote gemacht werden, die an der Eigenverantwortung des Einzelnen ansetzen und nicht die Kapitulation eines Widerstandskämpfers voraussetzen.

Auch für die zahlreichen Beschäftigten und Führungskräfte, die dem Thema Sucht mit Unsicherheit und spürbaren Vorbehalten gegenüber stehen, würde sich ein ähnliches, differenziertes Vorgehen anbieten. Schließlich wurden wir als Suchtberater mit der Absicht eingestellt, Lösungen für ein Problem zu liefern und nicht neue zu produzieren. Die stellten sich allerdings postwendend ein, als wir behaupteten, nicht die Süchtigen seien die Schwierigkeit, sondern der dilettantische oder kontraproduktive Umgang der Führungskräfte mit ihnen. Und überhaupt sei man in der Vergangenheit mit dem Problem völlig falsch umgegangen. Mit einer derartigen „return-to-sender-Politik“ gewinnt man keine Anhänger, sondern produziert nur Gegner. Immerhin, auch Ärgernisse schaffen Aufmerksamkeit...

Don Quichotte erlebte seinen Kampf gegen den von ihm selbst erzeugten Widerstand als ein ihn persönlich aufbauendes Element, als eine Art Lebenselexier. Die Parallelen mit dem Vorgehen der betrieblichen Suchtarbeit, auch mit meinen persönlichen Erfahrungen im (dogmatischen) Umgang mit Suchtproblemen am Arbeitsplatz drängen sich hier geradezu auf. Mag sein, daß die persönliche Lebensgeschichte der einzelnen Suchtarbeiter Neigungen verstärkt, sich in eine derartige Zwickmühle zu manövrieren; da aber vermutlich kaum eine Kollegin oder ein Kollege bereit sein werden, über die persönlichen Motive zu sprechen, die dieser Vorliebe zugrunde liegen – wenn sie ihnen denn überhaupt präsent sind – wäre es spekulativ, sich darüber auszulassen.


Die Dulcinea der betrieblichen Suchtarbeit

Don Quichotte hat etwas bei der Stange gehalten. Sein innerer, ihn immer wieder neu motivierender Antrieb für den fortwährenden Kampf ist die Hoffnung auf Dulcinea. Tatsächlich ist sie ein vollkommenes Kunstprodukt, existiert nur in seiner Phantasie. Die einzige Frau, die Don Quichotte kannte, war ein strammes Bauernmädchen aus seinem Nachbardorf, eine gewisse Aldonza Lorenzo. Völlig unpassend für jemanden, der Provinzen und Königreiche erobern will. Aber wollte Don Quichotte Dulcinea wirklich? War er sich sicher, sie zu verdienen?

Unsere Dulcinea ist das Ringen um Akzeptanz und die Hoffnung nach Anerkennung. Die Meßlatte dafür haben wir allzu hoch aufgehängt; nicht nur der Süchtige soll abstinent werden, sondern der Betrieb internalisieren, daß Suchtprobleme „Führungsprobleme“ seien und entsprechend aufmerksam und verantwortlich damit umgehen. Auch wir sind nicht eben unbescheiden.

Wer erwartet, daß sich ein komplexes System wie ein Betrieb so nachhaltig in einem bestimmten Verhalten verändert, und dies noch gegen alte Gewohnheiten, nur weil da ein „Meister seines Fachs“ den Weg weist, der setzt sich allerdings dem Verdacht aus, mit diesem Wunschdenken einen unendlichen Kampf gegen Windmühlenflügel führen zu wollen. Das Ringen um Anerkennung und Akzeptanz entpuppt sich als Phantom. Folgerichtig führt der vorprogrammierte Mißerfolg dieser Erwartung auch nicht zu einer Neuorientierung der Arbeit, sondern zum „totalen Krieg“: nicht mehr allein der einzelne Betroffene mit problematischem Konsumverhalten wird zum widerständigen Suchtkranken definiert, sondern der gesamte Betrieb zum suchtkranken System.

In so einer hoffnungslosen Konstellation erfolgreich zu sein, würde an ein Wunder grenzen. Dafür können wir uns einer anderen Form der Beachtung sicher sein. Wer von uns kennt es nicht, das Staunen unserer Bewunderer (oder ist es in Wahrheit Ironie?) über einen Beruf in dem man soviel Widerstand zu ertragen und so viele Mißerfolge auszuhalten hat. Wunderbarer Idealismus, wahre Nächstenliebe, hingebungsvolle Aufopferung, wer kann diese edlen Attribute heutzutage noch für sich besetzen.


Krieg der Welten

Dem anderen edlen Ritter, unserem Protagonisten, Don Quichotte, ging es ebenfalls, wie wir ja wissen, nicht um einen realen Erfolg. Ihn nährte die Hoffnung auf eine ferne Erfüllung, eine Erfüllung, von der wir wissen, daß sie nie erreichbar war. In seiner Welt aber, war sie durchaus real.

So real wie in unserer Arbeitswelt der selbstverständlicher Glaube, daß Abwehr und Widerstand zum Süchtigen gehören, wie der Diätplan zum unmäßigen Essen. Wenn der Glaube Berge versetzen kann, um wieviel leichter ist es dann, eine virtuelle Welt auf diesem Glauben zu konstruieren. Nur in ihr herrscht Realität, deren Paradigmen den Charakter von absoluten Gesetzmäßigkeiten annehmen.

Die andere, die „falsche“ Realität ist die der Suchtgefährdeten und –kranken, die in der Illusion leben, sie könnten mit Alkohol umgehen. Solange sie nicht akzeptieren, daß ihre Rettung nur in der totalen Abstinenz liegt, beweisen sie ihren Realitätsverlust. Die Eintrittskarte zur realen, richtigen Welt ist ihre persönliche Kapitulationserklärung. Mit dem Antrag auf diesen Passierschein wird gleichzeitig der Beweis für Richtigkeit der „realen, der abstinenten Welt“ geliefert. In der strengen Grenzkontrolle dieser Welt liegt das Sicherheitsgefühl ihrer Bewohner.

Aber diese Welt hat auch eine fatale Kehrseite. Je systematischer und strenger sie konstruiert ist, je kompromißloser ihre Gesetze lauten und je überzeugter ihre Vertreter von den Scheinwelten ihrer Gegner sind, um so geringer wird die Hoffnung und die Bereitschaft auf eine Lösung der Widersprüche. „Bei mir bekommst Du nicht was Du willst, sondern was Du brauchst“ lautet die Botschaft. Dieser Gegensatz ist grundsätzlicher Natur und nur durch Unterwerfung lösbar:

„Du weißt nicht, was für Dich richtig ist, aber ich weiß es! Deine Schwäche ist meine Stärke. Wenn Du aber wüßtest, was für dich gut ist, wenn Du nicht schwach bist, wenn Du doch eigenverantwortlich entscheiden kannst? Dann wärest Du ja nicht süchtig.“


Versöhnung statt Kapitulation

So einfach ist das. Und so schwer wird Versöhnung. Versöhnung hieße die Relativierung der eigenen Erfahrungen, die Akzeptanz anderer Wege, das neue Bild von einem Menschen, der eigenverantwortlich und selbständig handelt. In den Augen ihrer Bewohner aber droht die Auflösung, der Zusammenbruch ihrer Welt. Wie soll da Offenheit für andere Gedanken, Neugier auf neue Wege entstehen. Die Heftigkeit mit der z. B. Programme zum kontrollierten, bzw. reduzierten Trinken attackiert werden zeigt die Unversöhnlichkeit einer Welt im Widerstand . /5

Und sie zeigt die vermeintliche Bedrohung, die diese neuen Ideen für die Sicherheit dieser Welt darstellen. Der Kampf gewinnt eine neue Qualität, er richtet sich nicht mehr nur gegen die von der Sucht ferngesteuerten Abhängigen und ihre Unterstützer im Betrieb, sondern gegen alle vermeintlichen Angreifer auf die Grundprinzipien der eigenen Welt. Jeder, der einen anderen Weg, als den eigenen für möglich hält, besser mit Alkoholproblemen klarzukommen, ist ein Angreifer. Der schwere, oft qualvolle Weg zur Abstinenz, die immerwährende Wachsamkeit, die Abgrenzung gegenüber jeglichem Umgang mit Alkohol, all das soll auf einmal überflüssig geworden sein? Umsonst all die Quälerei trocken geworden zu sein? Der beschwerliche Weg die Sucht abzuschütteln nun auf einmal nicht mehr der einzige, sondern nur einer von mehreren.

Hier steht mehr auf dem Spiel als der Ausgang eines Meinungsstreits. Nicht umsonst rekrutieren sich die schärfsten Gegner neuer Theorien und alternativer Handlungskonzepte aus den Reihen der Betroffenen, der trockenen Alkoholiker, der Selbsthilfeorganisationen. Die Verknüpfung ihrer individuellen Erfahrungen, mögen sie auch tausendfach in der Welt wiederholt worden sein, zu einem endgültigen Paradigma und einer absoluten Handlungsstrategie zwingen sie zu einem unablässigen Selbstbehauptungskampf.

Die zahlreichen und endlosen Auseinandersetzungen in der Suchtarbeit haben hier ihre Basis; so wie die systematische betriebliche Suchtarbeit ihre Wurzeln in der persönlichen Betroffenheit ihrer Repräsentanten hat. Dies war der Boden, auf dem eine engagierte und offene Diskussion erst möglich wurde und es ist das Verdienst dieser Gruppe, die Grundlage für eine systematische Betriebliche Suchtarbeit geschaffen zu haben.


Erschöpfung - das Ende in der Suchtarbeit

Gleichwohl kann persönliche Betroffenheit und die Beharrung auf ihren, daraus abgeleiteten Paradigmen zu einer Fessel für die Weiterentwicklung der Arbeit werden. Gespürt haben diese Fessel nicht wenige, die in der (betrieblichen) Suchtarbeit tätig waren; kaum ein sozialpädagogisches Arbeitsgebiet hat ein derartiges Schlachtfeld von „toten und verwundeten“ Kolleginnen und Kollegen hinterlassen. Erschöpfung, Resignation, Burn-out und innere oder äußere Kündigung sind die Wunden dieser verbotenen Auseinandersetzung. Hier liegt m.M.n. einer der Gründe für den einsetzenden Paradigmenwechsel in der Suchtkrankenhilfe.

Don Quichotte ist müde geworden. Die Sehnsucht nach einer realen Dulcinea war stärker als die innere Gesetzmäßigkeit einer Traumwelt nach denen Sucht zu funktionieren hat. Das Ringen um Akzeptanz, die Hoffnung auf Anerkennung, die Erteilung betrieblicher Legitimation blieben und bleiben Triebfedern des Engagements betrieblicher Suchtarbeiter/innen. Nur wenn diese Grundvoraussetzungen erfüllt sind, können Menschen den Mut, die Ausdauer und die Innovationsbereitschaft für diese unbestreitbar schwierige, anspruchsvolle und komplexe Tätigkeit aufbringen.

Der unermüdliche Kampf gegen Abwehr und Widerstand hat erschöpft, der mit (Alkohol-)Leichen gepflasterte Weg zur Abstinenz entmutigt und der permanente Zwang zur Legitimation Kraft geraubt. Immerhin hat es fast 20 Jahre gedauert bis die Verkrustungen einer bewegungslos und dogmatisch verharrenden betrieblichen Suchtarbeit aufbrachen /6 und neue Wege beschritten werden konnten.

Stichworte dieser Entwicklung sind z. B. lösungs- und ressourcenbezogene Beratung, motivierende Gesprächführung /7, Orientierung der Suchtprävention auf Menschen mit Substanz- statt Suchtproblemen, Gleichrangigkeit von Abstinenz und Schadensminimierung /8, Erweiterung des Rückfallbegriffes sowie moderates oder kontrolliertes Trinken /9 . Während sich die beiden ersten Aspekte auf den allgemeinen psychotherapeutischen Umgang mit Patienten beziehen, sind die folgenden schon konkreter, begrifflicher Ausdruck des Paradigmenwechsels in der Suchtarbeit.

Die Gemeinsamkeit, der Kern der Erneuerung liegt in der Liberalisierung des Menschenbildes. Eigenverantwortung und Selbstheilungskompetenz wird zur Basis der Klientenarbeit. „Anstatt von vornherein festzulegen, was das Problem eines (Ratsuchenden) ist (Alkoholismus) und was ihm hilft (Abstinenz), erkunden Therapeutinnen und Berater heute gemeinsam mit ihren Klienten, wo die tatsächlichen Probleme liegen, über welche lösungsrelevanten Ressourcen der Klient verfügt und wie er diese nutzen könnte (um z. B. weniger, seltener oder gar nicht mehr zu trinken). /10


Annäherung statt Abgrenzung

Das neue Schlagwort in der betrieblichen Suchtarbeit lautet jetzt „gnadenlos ressourcenorientiert“ . /11 Das war das Ende der Behauptung, Suchtprobleme im Betrieb seien Führungsproblemen und die Suchtberater müssten den Vorgesetzten erst mal die Hammelbeine lang ziehen bei so viel Führungsversagen. „Das Entgegenkommen gegenüber dem Unternehmen“ bezeichnete Herbert Ziegler „als den größten Paradigmenwechsel“ in der betrieblichen Suchtarbeit.

In seinem Grundsatzreferat auf der DHS-Tagung 2000 bekannte Ziegler, „daß erfolgreiche Prävention und Interventionsprogramme die Erfahrungen, Wertehaltungen und informellen Strukturen von Organisationen wertschätzen (Unterstreichung vom Verfasser) müssen“; die Führungskräfte müssen „zur Mitarbeit gewonnen werden“.

Alle Grundsätze, die bis dahin in der Suchtarbeit gültig waren, schienen damit außer Kraft gesetzt. Schluß mit der Geheimniskrämerei dem Arbeitgeber gegenüber, dem unter dem Deckmantel der Schweigepflicht i.d.R. alle Informationen über Inhalt und Umfang der Arbeit vorenthalten wurden. Runter vom hohen Ross der Besserwisserei Mitarbeiter und Führungskräften gegenüber.

Und wer bis dahin treu und brav seinen Klienten prognostiziert hatte, „ihr werdet noch euer blaues Wunder erleben, wenn ihr nicht abstinent lebt“

wer daran glaubte, daß ein Alkoholiker nicht weiß, was für ihn gut ist und darum tun muß, was die Fachleute für richtig halten, wer sich an die Gesetzmäßigkeit klammerte, daß Abwehr und Widerstand zum Suchtgeschäft gehören wie der Bankerott zum Spieler, sah sich plötzlich auf der Straße der ewig Gestrigen.

Die äußeren Gründe für diesen Fahnenwechsel scheinen zu naheliegend, als dass sie offen benannt werden könnten. Wer jahrzehntelang um persönliche, institutionelle und theoretische Anerkennung im Unternehmen gerungen hat, ohne dabei spürbar erfolgreich gewesen zu sein, der wird bei einer zunehmenden existenziellen Bedrohung seine Anstrengungen verdoppeln. Schließlich geht es um nicht weniger als den eigenen Arbeitsplatz.

Vorbei sind allerdings die Zeiten, in denen dilettierende Betroffene /12 und allwissende Suchtexperten die nach Lösung suchenden Unternehmen als das eigentliche Hindernis bei der Problembewältigung brandmarken konnten. Mangels Fachkenntnis und wegen einer tief verwurzelten Animosität gegenüber dem unberechenbaren Charakter des „Dämons Alkohol“ waren die Betriebe froh, Mitarbeiter gefunden zu haben, die sich mit dieser unappetitlichen Angelegenheit abgaben. Klare Zielvorgaben oder kritisches Hinterfragen seitens der Unternehmen gab es praktisch nicht. Solange die Geschäftslage es zuließ, gestattete man diesen selbsternannten Suchtexperten eine Art Narrenfreiheit.


Professionalisierung der Suchthilfe

In der Geschichte waren die Hofnarren, die einzigen Untertanen, die ihrem Herrscher gegenüber frech sein durften. Sie erkauften sich dieses Privileg mit dem Los der eigenen Lächerlichkeit und der Unsicherheit ihres Postens. Beides begleitete die betriebliche Suchtberatung konstant und bis heute. Mit der Absatzkrise in der Weltwirtschaft, der nationalen und internationalen Verschärfung der Konkurrenz, dem Zwang zu Kostenreduzierung und personeller Rationalisierung saß der „Narr“ nun auf einem Schleudersitz. Schuf er doch keinerlei zählbare Werte, sondern trug allenfalls zur „Unterhaltung“ der Produzenten und ihrer Befehlshaber bei. Kein Wunder, daß solche betriebsinternen Dienstleistungen als erste auf den Abschußlisten erschienen . /13

Inzwischen hatte sich allerdings bei den Wortführern und Meinungsmachern der betrieblichen Suchtarbeit ein bemerkenswerter Wandel der Existenzsicherung vollzogen. Der Narr im Dienste seines Landesherren erkannte, daß er sich ein fachliches Unterhaltungsmonopol erarbeitet hatte. Er begann seine Dienste zu professionalisieren und machte sich selbständig. Herbert Ziegler z. B., jahrelanger Geschäftsführer der DHS, verließ diese 1990 und gründete eine eigene Firma . /14


Die Verschmelzung von Ideologie und Praxis

Zahlreiche suchtspezifische Unternehmensberatungen, sowie Fort- und Weiterbildungsinstitute wurden nun von denjenigen gegründet, die zuvor jahrelang die theoretische Linie in der betrieblichen Suchtarbeit vorgegeben hatten. Begnügte man sich zuerst damit, den Ton anzugeben, so wollte man nun auch die Musik machen. In der relativen Sicherheit von Landestellen gegen die Suchtgefahren oder von (Selbsthilfe)Verbänden hatte man zuvor, ohne ökonomischen Druck und Legitimationszwang Modelle, Rahmenbedingungen und Verfahrensweisen /15 für den konkreten Umgang mit Suchtproblemen am Arbeitsplatz entwickelt.

Gleichzeitig wurde die Professionalisierung der Suchtkrankenhilfe vorangetrieben, indem man festlegte, welche Richtlinien und Qualitätsstandards für die personelle Ausübung von betrieblichen Suchtberatung und -krankenhilfe anzustreben oder anzuwenden sind. Daß man diesen selbst geschaffenen Kriterien natürlich überzeugend entsprach, dürfte naheliegend sein. Ein wenig erinnert mich das an den Börsenberater, der mit seinem Insiderwissen von Gewinnentwicklungen und Kaufinteressen die besten Geschäfte macht, weil er allen anderen immer um eine Nasenlänge voraus ist. Offiziell ist diese Praxis allerdings verboten.

Inzwischen lesen sich die Namen vieler ehemaliger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesstellen gegen die Suchtgefahren wie ein who is who der aktuellen (suchtspezifischen) privaten Unternehmensberatungen und/oder Fort- und Weiterbildungsinstitute. Eine besonders eigenwillige Konstruktion im Hinblick auf Tonvorgabe und musikalischer Ausführung sind die Büros für Suchtprävention in Hamburg und Berlin. Alle Mitarbeiter/innen praktizieren ein Kombinationsmodell von öffentlicher und privater Finanzierung . /16 Die öffentlich bezahlte Richtlinienkompetenz in der Suchtarbeit und Suchtprävention konkurriert in der betrieblichen Praxis mit den vor Ort agierenden Suchtfachleuten mit Betriebsanstellung. Spätestens bei der Beratung betriebsinterner Problemfelder kann es hier zu Rollenkonflikten kommen, die nur schwierig zu lösen sind. Angesicht einer massiven Tendenz der Unternehmen sich auf Kerngeschäfte zu konzentrieren, wächst hier eine Konkurrenz heran, die nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch im Vorteil ist.


Auf dem Weg zur gnadenlosen Anpassung...

Gleichwohl treffen die Rationalisierungsbestrebungen und Sparmaßnahmen der Unternehmen interne und externe Dienstleister unterschiedslos. Um so mehr waren aber die externen Anbieter gezwungen sich den neuen Bedingungen des knappen Geldes anzupassen. Die alte Besserwisserei, die Erzeugung und Bearbeitung von Widerstand und die Behauptung dieser sei der schlüssige Beweis für Sucht, erhöhten nicht nur Abwehr der Unternehmensleitungen, sondern ließen schließlich auch den Geldstrom versiegen. Selbst der Narr sägt nicht den Ast ab, auf dem er sitzt. In diesem Zusammenhang erscheint das „Entgegenkommen dem Unternehmen“ nicht nur als der „größte Paradigmenwechsel“ in der Suchtprävention und betrieblichen Suchtarbeit, sondern als vollkommenste Anpassungsleistung an die Gesetze des Marktes.

Andere Anbieter innerbetrieblichen Suchtarbeit, versuchten ebenfalls ihre Existenzsicherung zu modernisieren; möglicherweise auch um der Konkurrenz von außen, rechtzeitig zuvor zu kommen. Z. T. mit einem fulminanten Ehrgeiz (psychologische Autodidakten würden einem ev. Narzissmus das Wort reden) und dem Bewusstsein für höhere Aufgaben geboren zu sein, ausgestattet, eruierte man eigene Wege zu Anerkennung und Legitimation im Betrieb. Ein wesentlicher Schritt bestand im Wechsel der Sprache.


...geht die fachliche Identität verloren

Als i.d.R. ausgebildeter Fachhochschüler mit dem Schwerpunkt der Sozialarbeit, verfügte man nicht nur über einen geringen beruflichen Selbstwert, sondern auch über ein völlig unzureichendes Idiom, mit dem man sich in der Führungsetage eines modernen Unternehmens glaubte kaum verständlich machen zu können. Also übte man sich in der Aneignung eines managementkompatiblen, elaborierten Sprachcodes, hüllte sich in gediegenes Tuch und kürzte erkennbar die Intervalle der Friseurbesuche . /17


In Kombination mit der neuen Parole der „gnadenlosen Ressourcenorientierung“ beschäftigten sich nun die von der Suchtberatung zum Gesundheitsmanagement mutierten Kollegen/innen mit der Zielgruppe „Human Ressource“ und der „Reduktion von werksinternen Störungspotentialen“ /18



Warum nur, warum?

Eine Erklärung für diese substantielle Veränderung, diesen Paradigmenwechsel, und damit auch für die möglichen inneren Gründe blieb allerdings nicht nur H. Ziegler schuldig, sondern auch alle anderen, die glauben diesen Paradigmenwechsel betreiben oder wenigstens kommentieren zu müssen. Die bescheidene Aussage die vormalige Konzentration auf die nur kleine Gruppe von Suchtkranken ginge an der großen Mehrheit der Risikotrinker vorbei ist wenig schlüssig. Das wußte man auch vorher schon. Und neue Parolen auszugeben ohne ihren totalen Widerspruch gegenüber den alten zu erläutern, fördert nur den Verlust einer ohnehin schwach ausgeprägten beruflichen und fachlichen Identität.

Mag sein, daß die Mehrheit der Kolleginnen und Kollegen einfach nur froh war aus der Zwangsjacke des Dogmatismus und der Scheingefechte befreit worden zu sein. Es gibt aber immer noch genug, die hartnäckig an der Unfehlbarkeit jellinekscher Alkoholtheorien und dem Zwangskorsett betrieblicher Interventionsketten festhalten und lieber neue Ideen und Entwicklungen diskreditieren, als dass sie nach neuen Wegen in der betrieblichen Suchtprävention suchen oder gar Fragen nach den Gründen für derartige Veränderungen stellen . /19

Die besondere Betrachtung unterschiedlichster Motive für diesen „größten Paradigmenwechsel“ in der betrieblichen Suchtprävention macht zumindest deutlich, daß zwischen Legitimationsbemühungen einerseits und Anpassungs- und Modeströmungen andererseits nur ein schmaler Grat liegt. Während die eine Seite notwendige Voraussetzung für eine akzeptierte Betriebsarbeit von motivierten Fachkräften ist, dient auf der anderen die Fachlichkeit lediglich zur Erweiterung der persönlichen Pfründe.


Gesundheitsförderung – Schlagwort und sinnvolle Erweiterung

Dabei bleibt unbestritten, dass das Arbeitsfeld der betrieblichen Suchtprävention schon lange eine Ergänzung nötig hatte. Ein derartiger Aufwand für die relative kleine Gruppe der Suchtkranken ist angesichts der übergroßen Zahl von Menschen mit riskanten und gesundheitsschädlichem Konsumverhalten schlichtweg unangemessen.

Eine Erweiterung der Suchtprävention bezüglich Arbeitsbereich, Zielgruppe und ihrer Repräsentanten auf die ideologisch weniger belastete Gesundheitsförderung ist deswegen logisch und sinnvoll. Wenn es sich dabei allerdings nur um eine neue „Moderichtung“ handelt, die im Rahmen einer „Thematisierungskonjunktur“ (H.Spode) das betriebliche Tätigkeitsfeld „Suchtprobleme am Arbeitsplatz“ als vorübergehende Karrierestation begreift, die von anderen Institutionen in anderen Thematisierungskontexten abgelöst wird“ /20, wird ein langfristiger Erfolg ausbleiben.

Gerade in diesem Zusammenhang halte ich das Bemühen nach Aufschluß in dieser Sache, also nach Motiven und Ursachen für diesen Paradigmenwechsel zu suchen für durchaus erforderlich, um elementare Veränderungen und Neuorientierungen mit einer tragfähige Basis versehen zu können.

Dabei erheben meine Ausführungen selbstverständlich nicht den Anspruch auf erschöpfende Ursachenforschung. Möge dieser Beitrag vielmehr ein Impuls sein, die m.M.n. notwendige Diskussion über Ursachen und Gründe dieses Neubeginns zu führen.

Eine Feststellung aber bleibt: „Solange es keine sozial- oder arbeitsrechtliche Absicherung der betrieblichen Suchtprävention und Suchtarbeit gibt, muß in jedem einzelnen Fall erneut die Rationalitätserwartung aufgezeigt und die Barmherzigkeit eingefordert werden. Die Forderung zum helfenden Handeln im Betrieb ist noch immer der entscheidende Impulsgeber für die Entstehung der betrieblichen Suchtprogramme“. /21 Kein Kurswechsel zum Parteigänger ausschließlich marktwirtschaftlicher Interessen und keine noch so „gnadenlose Ressourcen-orientierung“ werden daran etwas ändern.


Ach ja, und wie endet nun die Geschichte von Don Quichotte?

Er verliert in einem „ehrlichen“ Kampf das Duell gegen einen fremden Ritter. Und der durfte bestimmen, daß Don Quichotte seine Waffen ablegen und in sein Dorf zurückkehren sollte. Don Quichotte hielt sich selbstverständlich an diese Bedingungen und ritt mit Sancho Pansa nach Hause. Dort wurden die beiden mit großer Freude und Erleichterung aufgenommen. Die Dorfbewohner hatten nämlich in Sorge um ihren grandiosen Don Quichotte einen Freund beauftragt sich als Ritter zu verkleiden und Don Quichotte zum Duell herauszufordern und zu besiegen.

„So schien alles gut. Er wurde vernünftig und lächelte über seine Abenteuer. Und seine Freunde lächelten erst recht. Doch eines Tages legte er sich zu Bett, verabschiedete sich von allen, besonders herzlich von Sancho Pansa, schloß die Augen und wachte nicht wieder auf. Don Quichotte starb mit seinem Traum.“ /22



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